Presseartikel

In regelmäßigen Abständen schreibe ich Fachartikel für die regionale Zeitung “Chiemgau – Land und Leute“.


Familienstellen — was ist das ?

VERBORGENES SICHTBAR MACHEN

Wege der Heilung und Konfliktlösung mit familiensystemischer Beratung und Familienstellen

Was bedeutet systemisch? :

Bei Erkrankungen und Problemen ist die Ursache nicht nur im betroffenen Menschen selbst zu finden, sondern oft auch im System. Ein System ist eine in sich geschlossene Menge von Personen mit einem gemeinsamen Ziel und eigenen Regeln. Familie und Arbeitsplatz sind die wichtigsten Systeme. Wenn eine andere Person an derselben Stelle im System stände, hätte sie ziemlich wahrscheinlich ähnliche Probleme/ Krankheiten. Die Ursache liegt also nicht nur in dem einen Menschen, es ist nicht seine krankhafte Persönlichkeit oder sein ungesunder Lebensstil.

Weitere System- Beispiele sind : Freundeskreis, Sportverein, Schule ,Dorf, Kirchengemeinde, dann ein grösseres System: Deutschland, jedes andere Land, die EU usw..

Jeder hat seine Ursprungsfamilie mit Mutter und Vater und evtl. Geschwistern.

Das einfachste Beispiel für eine Störung im Familiensystem ist dass ein Kind bei Paarschwierigkeiten der Eltern krank wird, häufig beschrieben sind Neurodermitis, Asthma, und Essstörungen. Kinder neigen unbewusst dazu, die Lösung eines Problems für die Eltern zu übernehmen/ zu tragen. Seien Sie hier bitte vorsichtig, das bedeutet nicht, dass bei jeder Erkrankung eines Kindes ein Paarkonflikt bei den Eltern vorliegen muss. Es handelt sich nur um eine von vielen möglichen beteiligten Ursachen. Also zum Beispiel die Aussage „Unsere Nachbarn haben ein krankes Kind, also haben sie ein Problem in ihrer Paarbeziehung“ – ist völliger Unsinn!. So eine Einstellung richtet nur Schaden an, ausserdem helfen Schuldzuweisungen niemandem.

Wesentlich ist folgender Aspekt: Gibt es im System der Familie etwas, was gegen die natürliche Ordnung ist?

Die natürliche Ordnung ist: Vater und Mutter stehen als Paar nebeneinander mit Blickrichtung auf die Kinder und Ihnen gegenüber stehen die Kinder- alle gleich nah zu den Eltern- und mit Blickrichtung zu den Eltern. Die Eltern geben den Kindern, sorgen sich um sie, nicht umgekehrt. Das Kind darf Kind sein, es muss sich nicht um das Wohlergehen der Eltern sorgen.Erst später, wenn die Kinder erwachsen sind, sind auch die Kinder gefordert, wenn die Eltern älter werden und Hilfe benötigen. Wenn Kinder erwachsen werden, gehen sie aus dem Haus, gehen ihrer eigenen Wege und gründen eine eigene Familie. Sie daran zu hindern wäre wider die natürliche Ordnung; Kinder sind nicht unser Besitz.

All diese Prozesse der Ordnungen in der Familie laufen unbewusst. Sie werden erst bei Erkrankungen o.a. Problemen deutlich. Man kann eine Ahnug im vorhinein bekommen, wenn dauernd ähnliche Muster unschöner Ereignisse ablaufen: Gehäufte Erkrankungen und Krisen ohne wirkliche Erklärung, ständige Paarkonflikte, ungewolltes Single-Dasein, berufliche und/oder finanzielle Stagnation. Und zuletzt sei aufgeführt bei Kindern, wenn sie ihre Eltern beschützen wollen und deren Probleme zu lösen versuchen. Ganz besonders aufmerksam sollten einen Situationen machen, wo folgende Gefühle schon bei Kindern dominieren: Schuldgefühle, schlechtes Gewissen und das Gefühl, nicht liebenswert und okay zu sein, so wie man ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, ob in der Familie/Sippe an irgendeiner Stelle der Fluss der Liebe unterbrochen wurde, zum Beispiel: Eine Frau hat ihr erstes Kind verloren, beim zweiten Kind ist ihre Liebe immer noch beim verlorenen Kind, sie hat den Verlust noch nicht überwunden( sehr häufig unbewusst), kann deswegen nicht ihre volle Liebe dem neuen Kind geben( auch das meist unbewusst). Das hat zur Folge dass das 2. Kind nicht die Liebe( die volle, nicht gebremste) erhält, die es bräuchte, somit kann auch es seinen späteren Kindern nicht die volle Liebe geben. Usw, usw., das zieht sich dann über die ganze nachfolgende Sippe hinweg. Achtung: Keine dieser Frauen hat Schuld!

Wir alle sind der Sippe verpflichtet, ob wir wollen oder nicht.

Jedes Mitglied der Familie zählt, dazu gehören auch die Verstorbenen, die abgetriebene Kinder, Fehl/Tot-Geburten und alle unehelichen Kinder. Wenn ein Mitglied der Familie/ eine Seele nicht gesehen oder geachtet wird, oder keine Aussöhnung/Vergebung dort stattgefunden hat, wo Schlimmes passiert ist, leidet ein anderer. Die Sippe als Kollektiv hat es auch auszugleichen, wenn einer der Sippe zum Täter wurde.

Wer sich in Problemsituationen mit seinem Familiensystem auseinandersetzen will, hat die Möglichkeit des Familienstellens in grosser Gruppe und der familiensystemischen Beratung/Therapie. Bei Letzterer handelt es sich um einen kleineren intimen Kreis: Betroffenener (evtl. mit Partner) und Berater/Therapeut.

Beim Familienstellen wird das System eines Menschens mit Konflikt/Erkrankung in der Familie mit Stellvertretern (= anderen Menschen, die den Betroffenen nicht kennen) dargestellt. Rein durch die Stellung im System bedingt bewegen sich die Stellvertreter im Sinne von Hin-und-Weg-Bewegung dorthin, wo es sie hinzieht und andererseits weg von jemandem. Man nennt diese Bewegungen „Bewegungen der Seele“. Es können sich Umarmungen, Emotionen wie Trauer oder Wut, bis hin zur angedeuteten Aggression ereignen. Unbewusstes kommt zum Vorschein, wird sichtbar gemacht. und mit Ritualen der Vergebung und Achtung kann ein Weg der Heilung entstehen.

Auch ein Krankheits- Symptom selbst kann man aufstellen, beobachten, wohin es ursprünglich gehört; wie ich schon erlebt habe z.B.die Migräne, die eigentlich zum Grossvater gehört. Die hilfreiche Fragestellung hier ist, was braucht es, dass die Krankheit weggehen darf?

Sogar für Tod und Leben können Stellvertreter aufgestellt werden, bei schweren lebensbedrohlichen Erkrankungen können so Schritte zur Besserung und Linderung entwickelt werden.

Nach langjähriger Selbsterfahrung und zahlreichen Erfahrungen mit Patienten/Klienten bin ich überzeugt davon, dass die familiensystemische Methode wirkt, die Schulmedizin und alternative Heilverfahren ganz wesentlich unterstützt und sogar potenziert.

Wenn Sie in Ihrer Ursprungsfamilie eine geringe Spur davon wahrnehmen dass irgendwo der Fluss der Liebe unterbrochen wurde, probieren Sie doch mal folgende Affirmation aus:

Ich achte Euch als meine Eltern, nehme mein Leben, das ihr mir geschenkt habt, und gestalte es entsprechend meinen eigenen Werten. Euere Themen lasse ich ganz bei Euch“.


Burnout — eine Modeerscheinung?

Erschöpfung am Ende des Winters – nur Frühjahrsmüdigkeit?

Nein, meistens nicht. Oft handelt es sich um ein chronisches Erschöpfungssyndrom. Der Mensch ist kein Perpetuum mobile- er muss immer wieder auftanken, sowohl Nährstoffe als auch positive Einflüsse.

Wie sieht es bei ihnen aus? Tanken Sie regelmässig, pflegen Sie sich selbst oder kümmern Sie sich nur um Kinder, Eltern, Partner und den Job? Sogar Haus und Auto werden sorgsamer gepflegt als man selbst.

Frühjahrsmüdigkeit

Am Ende des Winters auftretende ausgeprägte Müdigkeit, reduzierte Leistungsbereitschaft und Mattigkeit.

Woher kommt das? Es ereignet sich eine Umstellung des Hormonhaushaltes; so werden z.B. Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet. Bei erhöhter Aussentemperatur sinkt der BlutdruckWas tun?- Zunächst sind eine Ernährungsumstellung auf eine vitaminreichere Ernährung mit leicht bekömmlichem Eiweiss und mehrere kleine Mahlzeiten sinnvoll. Früh aufstehen und früh ins Bett gehen führt zu Serotoninausschüttung und Melatoninabbau. Nach langem Winter sind die Serotoninspeicher leer und das Melatonin erhöht. Bewegung stärkt die Durchblutung und heisskalte Wechselduschen wirken kreislaufanregend. Sollten diese Massnahmen nicht zu einer Verbesserung führen, könnte es sich um ein chronisches Erschöpfungssyndrom ( CFS= chronic fatigue syndrom) handeln. Hierbei kommt es zu langanhaltender starker Müdigkeit, körperlichem und seelischem Energiemangel, einem Zu-Wenig an Lebenskraft, getrübter Stimmung und reduziertem Antrieb. Das alles macht den Alltag zur Qual. Es ist schlichtweg ein Zustand des Ausgebranntseins = BURNOUT. Dahinter steckt ein Defekt der Mitochondrien. In diesen Kraftwerken der Körperzelle wird zu wenig ATP (Adenosintriphosphat) hergestellt. Burnout ist fast ein Modewort geworden , immer mehr Menschen sind davon betroffen; Schlagzeilen von Prominenten mit Burnout häufen sich. Früher kannte man Burnout kaum. Auch Konzentrations-, Gedächtnisbeeinträchtigung, Schlafstörung und Muskelschmerzen können auftreten.

Zu unterscheiden von einem Burnout sind die Depression mit genetischer Veranlagung oder die Depression als Reaktion auf eine schwere Erkrankung, einen Schicksalsschlag und bei familiensystemischer oder psychosomatischer Belastung.

CFS- mit- verursachend sind die dauerhafte Reizüberflutung i. unserer Gesellschaft, Elektrosmog, Belastung durch Radioaktivität und Umweltgifte. Der Stresspegel steigt ständig; wenig Ruhepausen auch in der Freizeit (erhöhte Mobilität und Eventwahn), dauernde Erreichbarkeit mit Handy und Internet fördern ein Burnout.

Zudem wird die Entwicklung eines Burnouts durch die Ernährung beeinflusst : Fastfood, der verminderte Vitamingehalt in Obst und Gemüse (Ernte im unreifen Zustand, lange Lagerung im Laufe des Flugzeugtransportes und die nährstoffarmen Böden) .

Bei einem schweren Burnout sollte dringend eine ärztliche Abklärung erfolgen!: Ausführliche Ganzkörperuntersuchung mit EKG, Blutdruckmessung, Erfassung der bisherigen Krankheitsvorgeschichte und der psychosomatischen Faktoren. Auch ein Zahnstatus und evtl. HNO-Kontrolle sind sinnvoll. Zur Vollständigkeit gehört eine Laboruntersuchung (Schilddrüsenhormon, grosses Blutbild, Blutzucker, die Entzündungswerte BKS und CRP , Vit. B12, bei Verdacht auch andere Hormone, Vitamin D o.a.). So können eine starke Unterfunktion der Schilddrüse, Blutarmut, Diabetes,Hypotonie(=erniedrigter Blutdruck <120/60), Bradykardie (erniedrigter Puls z.b. < 80) unerkannte in der Tiefe wirkende Nasennebenhöhlenentzündungen und entzündungsauslösende Zahnherde ausgeschlossen werden.

 

Therapie durch den Betroffenen selbst

Ernährungsumstellung, mehr Vitamine durch Obst und Gemüse, leicht bekömmliches Eiweiss, Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, mehrere kleine Mahlzeitenstatt zwei üppigen Hauptmahlzeiten. Bewegung führt zu einer Endorphinausschüttung ( Glückshormon), regelmässige Spaziergänge und Sport, am besten in der Natur , unterstützen die Heilung. Meditation, Yoga oder Erlernen eines Entspannungsverfahrens. Meiden grosser Menschenmengen, die entziehen Energie.

 

Therapie durch einen Arzt oder Heilpraktiker

Sehr wirkungsvoll im Akutstadium sind Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C und Vitamin B Spritzen in den Gesäss-Muskel. Zusätzliche Einnahme von Selen, Zink und hochdosierten Mikronährstoffen( sogennannte Kraftpakete, die Sie in der Apotheke erhalten können.) Gabe von Antidepressiva, beginnend mit Johanniskraut.

Akupunktur, Licht- und Sauerstoffherapie, Psychotherapie, ausleitenden Verfahren, Narbenentstörung und Therapie einer bisher unbekannten Allergie sind nur einige der möglichen Therapieformen.

 

Überdenken der Einstellung und Verhaltensänderung:

Prinzip, Weniger ist mehr, Prioritätensetzen z.B Wochenarbeits zeitreduktion, weniger Geld, weniger Urlaube im Ausland, weniger Restaurantbesuche, 1 Auto verkaufen, dafür mehr Lebensqualität und Entspannung.

Schluss mit Multitasking, wenn ich esse, esse ich, sonst nichts!

Bevor man eine neue Verpflichtung eingeht erst Bedenkzeit nehmen und hineinspüren, ob man es wirklich will. Aufgaben deligieren.

1 Handy- und onlinefreier Tag pro Woche oder zumindest 3 Stunden pro Tag, z.B. in der Mittagspause.

Auffinden von Dingen und Orten, die einem früher tiefe Freude, und Kraft gegeben haben, oder die man schon immer mal tun wollte. Vorsicht!, kleine Ziele setzen!

Vorsorge ist besser als Nachsorge, regelmässige Urlaube von 3 Wochen, auch zu Hause, einplanen.

 

Affirmation = positiver Bestärkungsspruch zum mehrmaligen Wiederholen im Alltag, denn die Kraft der Gedanken ist unvorstellbar gross.

Ich bin gut so, wie ich bin. Ich liebe mich. Ich verzeihe mir und anderen Fehler. Ich lasse die Themen anderer zu 100% bei ihnen selbst. Ich habe den Mut, es nicht allen recht machen zu wollen.

 

Kleiner TIP für den Alltag zwischendurch:

Pinienkerne gut kauen- reich an Mineralstoffen und Spurenelementen- liefern rasch Energie, getrocknete Datteln, sie bauen den Organismus schnell auf, plus 2 – 3 Gläser Mineralwasser.

Übrigens, seinem innersten Wesen nach ist der Mensch ein Geschöpf, das nicht nur arbeitet und denkt, sondern auch singt, tanzt und feiert. – Harvey Cox –


Wie kann man das Immunsystem stabilisieren?

Magen-Darmsanierung

Adieu Sommer, spätestens nach dem 1. Schnee – auch wenn er diesmal bereits im Herbst kam müssen wir uns eingestehen: Es ist Winter, wer das immer noch nicht glaubt, den belehren die Weihnachtsdekoration und Lebkuchen .

Winterzeit, Zeit der grippalen Infekte – da zeigt sich, wie es um unser Immunsystem bestellt ist.

Nebst Impfung, Meiden großer Menschenmassen und zurückhaltendem Umgang mit Händeschütteln (seit der Schweinegrippe ein sicher jedem bekanntes empfohlenes Verhalten) stellt sich jährlich die Frage: “Wie kann man das Immunsystem nachhaltig und langfristig stabilisieren?“

Mein Stichwort dazu: Magen-Darmsanierung – Sie werden fragen, warum denn das?

Der zentrale Sitz des Immunsystems befindet sich im Darm. Die Darmflora arbeitet mit dem Immunsystem zusammen. Man kann zusammenfassend sagen, etwa 70% des Immunsystems sitzt im Darm. In dem mit dem Darm verbundenen lymphatischen Gewebe befinden sich 80 % aller Lymphknoten. Die Lymphozyten sind die kleinsten weißen Blutkörperchen, sie erkennen und beseitigen Krankheitserreger. Deswegen heißen sie auch Abwehrzellen.

Zur Darmflora: im Darm leben viele Mikroorganismen, die die Nahrung aufbereiten und wichtige Nährstoffe produzieren. Eine gesunde Darmflora besteht aus gutartigen Bakterien, z. B. Bifidusbakterien: den sogenannten Probiotika, sie besetzen die Darmwand und verwehren somit anderen krankhaften Bakterien die Anhaftung, was einen Schutz darstellt. Ist die Darmflora geschädigt, gerät der Darm aus dem Gleichgewicht, dies hat Wirkung auf das Immunsystem und den ganzen Körper.

Wodurch kann die Darmflora beschädigt werden?

Medikamente wie z. B. Antibiotika und Chemotherapeutika töten nicht nur die Krankheitserreger und die bösartigen Zellen, sondern auch die für die Abwehrsituation notwendigen Bakterien. Weitere Schädigungsfaktoren sind Stress (Magenausgang schließt dann nicht vollständig, so kommt es zur Übersäuerung im Darm), große Bauch-Operationen, Bestrahlung, Ernährung mit viel Zucker, Weißmehl, Rohkost abends und Belastung mit Umweltgiften.

Wenn sich die guten und krankheitserregenden Bakterien nicht im Gleichgewicht befinden, ergibt das einen Nährboden für Pilze und Parasiten, die dem Körper wichtige Vitamine und Mineralstoffe entziehen und giftige Stoffe produzieren, die durch die Darmwand in die Blutbahn gelangen. Dies führt zu Allergien, Hauterkrankungen, Reduktion der körperlichen Abwehr mit starker Veranlagung zu Erkältungen.

Welche Symptome sprechen für das Vorliegen einer gestörten Darmflora?

Ständige Infekte, Müdigkeit, Durchfall und Verstopfung im Wechsel, Blähungen, Heißhungerattacken, Allergien und Hautsymptome.

Wenn diese Symptome nebst einer Krankheitsvorgeschichte mit chronischer Erkrankung, Erhalt von Antibiotika, Zustand nach Bauchoperation, Cortisonmedikation, Zustand nach Bestrahlung und Chemotherapie und nicht zuletzt Belastung durch Amalgan oder andere Umweltgifte auftreten, ist der Verdacht auf eine gestörte Darmflora – evtl. auch mit Candidabefall – sehr sehr naheliegend.

Die Diagnosesicherung erfolgt mit einer mikrobiolog. Stuhlprobe. Auch eine bioenergetische Testung (Kinesiologie, Tensor, Bioresonanz , Augenhintergrunddiagnostik u.a. alternative Verfahren) können wegweisend sein.

Natürlich sollte bei massiven Beschwerden mit Labor, Ultraschalluntersuchung und Magen-Darmspiegelung ein krankhafter organischer Befund im Magen-Darmbereich ausgeschlossen werden. Besprechen Sie das doch mit ihrem Hausarzt.

 

Zur Therapie:

Sie besteht aus 3 Schritten

  1. Darmreinigung, Ausleitung und Entgiftung
  2. Wenn notwendig : medikamentöse oder bioresonanzgesteuerte Candidatherapie.
  3. Aufbau gesunder Darmflora

Zu 1:

  • Glaubersalz (Natrium sulfuricum), ist auch in der Apotheke erhältlich

oder sanfter/ naturheilkundlich mit:

  • Schüsslersalz Nr. 10 Natrium sulfuricum – wirkt verdauungsorganstärkend, entgiftend und darmreinigend
  • Chlorella –Algenpräparat- entgiftende Wirkung.
  • Biooresonanztherapie, welche die Akupunktur und Homöopathie vereint.
  • Kolonhydrotherapie, die abwechselnd warm und kühle Reizung regt die Darmbewegungen an, durch Sauerstoffzufuhr werden die notwendigen „guten“ Bakterien unterstützt.

Zu 2:

  • Behandlung von Candida mit Nystatin in Begleitung von Ernährungsumstellung: zuckerfrei, schweinefleisch- und Weißmehlfrei

Zu 3:

  • Einnahme von Probiotika = lebende Mikroorganismen wie Lactobacillus, E. coli, Bifidobakterien und Einnahme von Präbiotika = eher unverdaubare Stoffe /Ballassttoffe, die z. B. Bifidobaktereien u. a. wichtige Bakterien im Wachstum fördern. – Lassen Sie sich doch von Ihrem Hausarzt eines der vielen Präparate empfehlen und rezeptieren. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich.

Wichtig : 1 x im Jahr auffrischen – z.B. kurmässige Einnahme von Probiotika regelmäßig im Frühjahr oder Herbst! – damit halten Sie Ihr Immunsystem langfristig stabil. Sollten Sie zwischenzeitlich Antibiotika erhalten haben oder sich andere neue störende Einflüsse ergeben haben, ist eine erneute Testung und evtl. auch ausleitende Therapie sinnvoll.

 

Psychosomatische Bedeutung des Darms:

Im tiefsten Sinn geht es um das Gleichgewicht zwischen Nehmen und Loslassen. Wenn hier ein Ungleichgewicht besteht, bewirkt das eine Störung im energetischen Fluss des Körpers.

Man stelle sich vor, man sitze an einem Fluss, man lässt Dinge an sich vorbeigleiten. Wenn man sie braucht, nimmt man sie sich, wenn man etwas nicht braucht, lässt man es weiterziehen oder gibt es sogar wieder ab.

Sich warm, sicher und beschützt fühlen: Wir wachsen in Selbstfürsorge und im Vertrauen auf unser eigenes Sein. Der Darm spornt uns an, nicht zu zweifeln, nicht zu zögern, die Wahl zu treffen für das, was wir zum Leben brauchen und gegen das, was nicht gut für uns ist; das bedeutet, authentisch zu leben.

Die o. g. Therapieschritte können im ganzheitlichen Sinn sehr wirkungsvoll unterstützt werden durch immer wieder gesprochene Affirmationen, die wir im Alltag gebetsähnlich laut oder leise sprechen, z.B. in schwierigen Situationen, in Entscheidungssituationen oder einfach so, wenn wir irgendwo in der Warteschlange, im Stau stehen. Die zum Darm passende Affirmation könnte folgendermaßen lauten: „Ich vertraue auf mein Sein, darauf, dass ich geschützt bin, genau weiß, was ich nehmen kann und loslasse, was loszulassen ist.“

Bitte formulieren Sie es für Sich selbst individuell um, damit die Wirkung am stärksten ist.


Arthrose -- was ist das ?

Beschwerdebild Arthrose:

Ziehender Schmerz im Knie nach starker Belastung, zum Beispiel Berg- runter- gehen, lange Wanderung, oftmaligem Treppensteigen.

Arthrose = Gelenkabnützung, bis hin zur Zerstörung.

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung. Dabei wird der elastische gleitfähige Gelenkknorpel, der reibungslose Bewegung ermöglicht, abgenützt und geht am Ende ganz verloren.

Bereits mit 35 Jahren leidet ein Drittel der Menschen an Arthrose. Am häufigsten sind die Gonarthrose (Knie-Arthrose) und die Coxarthrose (Hüft-Arthrose).

Die Gelekflächen sind mit Schleimhaut = Synovia eingekleidet, sie reduziert die Reibung der Gelenkflächen auf ein Minimum und versorgt den blutgefäßfreien Knorpel.

Knorpel wirkt zwischen den Skelettteilen wie ein Polster; ist also eine Art Stossdämpfer – das 5-7-fache des Körpergewichts wird abgefangen.

Bei jedem Schritt lastet entsprechend der Schwerkraft das volle Körpergewicht auf jedem Gelenk des Beckens, der Beine, der Füße. Das Kniegelenk ist das größte Gelenk, es verbindet die 2. Röhrenkochen Femur (-OS) und Tibia (Schienbein). Die Knochenenden sind durch den Gelenkspalt getrennt und sind mit Knorpel überzogen. Die Knochen werden zusammengehalten durch die Gelenkkapsel und die Bänder, die Muskulatur presst die Gelenkteile aufeinander und stabilisiert.

Für das einwandfreie schmerzfreie Funktionieren eines Gelenkes ist wichtig, dass der Gelenkspalt nicht verkleinert ist, die Gelenkflächen gerade stehen und glatt sind, genug Knorpel vorhanden ist.

Beschädigter Knorpel regeneriert sich nicht.

Dass es gar nicht so weit kommt, ist maßvolle Belastung auf weichem Boden mit guten, perfekt passende Schuhen (falls notwendig so ausgestattet oder mit Einlagen versehen, dass eine vorliegende Fehlstellung ausgeglichen wird).

Bitte meiden Sie möglichst Joggen auf Beton. Beim Joggen wird die auf die Gelenke wirkende Kraft potenziert (jedes Aufkommen bewirkt eine Erschütterung), durch Beton wird diese Wirkung verstärkt und bei Übergewicht verstärkt sich diese Belastung um ein Vielfaches. Gut geeignet sind: Schwimmen, Radfahren Nordic-Walking / zügiges Gehen. Beim Bergwandern bergab Vorsicht walten lassen, Stöcke benutzen und in Schlangenlinien bergab gehen. Bei den Stöcken bitte die Länge wirklich passend einstellen, bei einer Fehlstellung, zum Beispiel unterschiedliche Beinlänge mag es durchaus sinnvoll sein, dass ein Stock kürzer als der andere ist. Hilfe erhalten Sie in einem guten Sportgeschäft, bei Physiotherapeuten oder Rehatrainern.

Bevor Sie intensiven Sport betreiben, wäre eine orthopädische Kontrolle, evtl. auch Laufbandanalyse sinnvoll, um Fehlstellungen frühzeitig festzustellen und ausgleichen zu können. Fehlstellungen auszugleichen ist deswegen so wichtig, weil bei jedem Schritt das volle Körpergewicht auf das fehlgestellte Gelenk trifft; damit ist die Arthrosegefahr deutlich erhöht.

Vor dem Sport bitte Muskeldehnung/-lockerung durchführen, auch beim Skifahren; sind doch dann Muskelverletzungen, Läsionen von Bändern, Gelenkkapsel und Meniskus deutlich reduziert.

Gonarthrose ist häufig bei Skifahrern und bei Patienten mit Meniskusschaden.

Bei Jugendlichen u. Kindern mit massiven Beinfehlstellungen (X-O-Beine) sind eventuell operative Maßnahmen erforderlich – Umstellungsosteotomie.

Zu beachten ist, dass unser Skelett ein zusammenhängendes System ist: Bei Beckenschiefstand verändert sich die Krümmung der Wirbelsäule nicht nur im Lendenwirbelbereich, sondern auch bis in die HWS. Bei Hüftarthrose z. B. gibt es eine veränderte Gelenkachse im Hüftgelenk und dadurch eine dauerhafte Mehrbelastung des Kniegelenks, damit wird eine spätere Gonarthrose gefördert. Wenn Sie am linken Bein Kniearthrose haben, haben Sie aufgrund der vermehrten Belastung rechts im Sinne eines Ausgleichsversuches verstärkte Belastung und erfahrungsgemäß haben Sie dann mit einigen Jahren Abstand Arthrose am Knie der anderen Seite.

Infolge der Abnutzungserscheinung der Gelenke werden die Knorpeloberflächen weniger glatt, der Knorpel wird unelastisch. Knorpelzellen sterben.

Die kleinen abgestorbenen Knorpelteilchen reizen das Gelenk und können eine schmerzhafte Entzündung verursachen. Das nennt man dann aktivierte Gonarthrose ; das Gelenk bildet mehr Gelenkflüssigkeit, um die Gleiteigenschaft zu verbessern, das führt zu Gelenkerguss – Schwellung mit Bewegungseinschränkung. Achtung: Dies ist ein hochakutes Krankheitsbild mit sehr schmerzhaftem, heißem Gelenk.

Die Gelenkflächen sind mit Schleimhaut eingekleidet (= Synovia), sie reduziert die Reibung der Gelenkflächen auf ein Minimum und versorgt den blutgefäßfreien Knorpel.

Nebst all diesen oben genannten mechanischen Belastungen, die auf die Gelenke wirken, spielt die Stoffwechselsituation eine große Rolle. Bei Studien wurde festgestellt, dass Diabetiker ein mehr als doppelt so hohes Risiko haben, innerhalb von 20 Jahren ein künstliches Hüft-/Kniegelenk zu erhalten (unabhängig von Alter und Gewicht. Es kommt also zu strukturellen Veränderungen durch die veränderte Stoffwechsellage.

Ernährung: Auch Übersäuerung des Körpers führt zur Gelenkzerstörung. Hier kann man mit entsprechender Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und einem Mehr an basischen Lebensmitteln ansetzen.

Gelenke freuen sich über wenig Fleisch und Wurst.

Klare Regel ist: Kein rotes Fleisch!! Die Arachnidonsäure führt hier zu Prostaglandinbildung. Dies führt zu verstärkter Gelenkentzündung.

Bei Patienten mit schwerer Arthrose habe ich nach Verzicht auf Fleisch eine geniale Verbesserung beobachtet.

Fettarme und vitaminreiche Ernährung – wenig Cafe und Alkohol (Übersäuerung) werden empfohlen.

Studienergebnisse zeigen, wer ungesund lebt, geht früher am Stock. Ungesunder Lebensstil ist ein arthrosefördernder Faktor.

Wer weniger als 4 x pro Woche Früchte und Gemüse ißt, dessen Risiko für körperliche Behinderung ist um das 1,3-fache erhöht – im Vergleich zu demjenigen, der mindestens einmal am Tag vitaminreiches Essen auf dem Tisch hat. Auch bei Rauchern zeigte sich ein deutlicher Nachteil.

Bewegung und Sport sind wesentlicher Teil eines gesunden Lebensstils, ohne Bewegung und Sport schrumpft die gelenkstützende Muskulatur und zusätzlich wird Osteoporose gefördert.

Senioren, die, die körperlich wenig aktiv sind, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko wie sportliche Rentner, sich im Alter nicht mehr vollständig selbst versorgen zu können.

 

Diagnostik:

Nach körperlicher Untersuchung, Röntgen, Sonographie( Ultraschall), NMR ( Kernspint)  oder  CT (Computertomogramm)  und evtl. Blutuntersuchung kann die Diagnose gestellt werden.

Der Arzt sagt zu Ihnen: “Sie haben Arthrose!”.

In nächster Zeit werden Sie öfters mal folgende Worte hören, in Ihrem Alter ist das normal, da kann man nichts machen.“

-Quatsch!-

(Gemeint ist damit sicherlich, dass das Gelenk altersbedingt abgenützt ist und nicht neu gezaubert werden kann. Klar! , das wissen wir ja alle!)

 

Therapie:

vielfältige Medikamente zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und mittlerweile auch zur Knorpelerhaltung, sowohl zum Einnehmen, als auch in Form von Injektionen. Die bisherigen bekanntesten Namen sind Diclofenac und Cortison.

Die Vielfalt der Arthrose-Medikamente ist enorm, ich gehe hier nur auf die neueren Präparate ein.

Da hat sich nämlich in den letzten Jahren viel Interessantes entwickelt, was hoffen lässt. Schlagworte dazu sind: Biologika (= biologische Entzündungshemmer), orale Glucosaminsulfate (unter regelmäßiger Einnahme über Jahre kommt es zu einer deutlichen Verringerung der Knieprothesen-OP von 57 %) z.B. Dona (3 x. tgl. 2 Tabletten) 3 Monate versuchen (nicht bei Allergie gegen Schalentiere).

und Hyaluronsäureinjektionen. Hyaluronsäure wirkt wie Gelenkschmiere und verzögert weiteren Knorpelabbau. Es handelt sich nicht um eine Kassenleistung. 5 Spritzen kosten etwa 250-290 Euro: Wirkung bis zu 1 Jahr, danach ist eine Wiederholung möglich. Neu sind auf Basis von Patienten-Eigenblut hergestellte und mit entzündungshemmender Substanz versehene Gelenk-Injektionen.

Nebst den medikamentösen Therapien sind Physiotherapie und Akupunktur wichtig. Die Akupunktur wird zur Schmerztherapie bei Arthrose durch einen entsprechend ausgebildeten Kassenarzt auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Weitere unterstützende Maßnahmen sind neben der Homöopathie und der Bioresonanztherapie Nahrungsergänzungsmittel wie Grünlippmuscheletrakte, Vitamin E und pflanzliche Arzneimittel wie (Weidenrinde, Hagebutte) Teufelskralle und Weihrauch.

Bei anhaltenden Schmerzen kann eine Arthroskopie (= Gelenkspiegelungs-OP) sinnvoll sein. Einmal als Diagnostikum und zweitens als therapeutische Maßnahme zur Gelenkspülung und Knorpelglättung.

Der operative Gelenkersatz ist erst nach Ausschöpfung dieser vielfältigen Möglichkeiten dran. Gerade bei der steigenden Lebenserwartung von heute sollte Gelenkersatz keinesfalls zu früh stattfinden. Die normale Haltbarkeit beträgt etwa 10 Jahre (mittlerweile teilweise bis zu 30 Jahre).

 

Das A& O ist: Bleiben Sie in Bewegung!

Auch bei bereits vorhandener Arthrose ist richtig durchgeführte und richtig dosierte Bewegung unerlässlich zur Stabilisierung des Erkrankungsbildes.

Die psychosomatische Botschaft Ihrer Gelenke ist:

„Gehe Deinen Weg!“ Lebe Dein Leben so, wie Du es willst.

 

Ich wünsche Ihnen fließende, leichte Bewegungen.

 

Hypertonus -- was ist das ?

Vorbeugung gegen Hypertonus

So könnte sich der erhöhte Blutdruck zeigen.

Alle Leute um Sie herum frieren, Sie schwitzen sogar, haben rote Wangen, fühlen sich fit und aktiv, brauchen wenig Schlaf. Vielleicht rauscht es leicht in den Ohren und Ihnen ist ab und zu schwindlig.

Gar nicht so unangenehm sagen Sie vielleicht.

Manche merken auch gar nichts, da fällt der erhöhte Blutdruck zufällig bei Routine-Blutdruckmessungen auf.

Genau das ist das Gefährliche. Man merkt nichts und doch ist er da wie eine tickende Zeitbombe. Er wird oft unterschätzt, „na ja, heut ist mein Blutdruck a bissl hoch, ist der Foehn“ so hört man. Aber auf die Dauer gesehen setzt er das Herz und die Gefäßwände einem erhöhten Druck aus und verursacht Herzwandverdickung mit geschwächter Kontraktionskraft. Er bewirkt beschleunigte Gefäßverkalkung mit evtl. Engstellen.

 

Bluthochdruckfolgen zeigen sich am ganzen Körper. Nötig ist besondere Aufmerksamkeit – vor allem für:

  • die Herzkranzgefäße
  • die kleinen Arterien des Augenhintergrundes
  • die kleinen Hirngefäße
  • die Halsschlagadern, die das Gehirn versorgen
  • die Nierengefäße

Mögliche Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Verschlechterung der Sehfähigkeit bis hin zur Blindheit, Demenz, abnehmende Nierenfunktion bis hin zur Dialyse und Gefäßverschlüsse in den Beinen, die die Gehfähigkeit reduzieren (Schaufensterkrankheit) und offene Beine verursachen. Bypass-Operationen und andere Gefäß-Operationen sind oft erforderlich.

 

Sie sehen schon, der Bluthochdruck ist eine Vielorganerkrankung!

Zusätzlich vorliegender Diabetes, Erhöhung der Fettwerte und Nikotinabusus erschweren die Situation massiv.

Dies soll keine Panikmache sein, nein, nur eine Bewusstwerdung und damit die Chance zum Umdenken. Wenn Sie bisher der Meinung waren, ich fühle mich fit und mir tut nichts weh, somit brauche ich keine Behandlung – würde ich Ihnen sehr ans Herz legen, Ihre Meinung zu überdenken.

Nein, ich will Sie nicht kränker machen, es geht allein um die Vorbeugung, dass Sie möglichst keine Herz-Kreislauferkrankung kriegen und gesund alt werden können.

Bevor wir zu den Behandlungsmöglichkeiten – die übrigens mittlerweile exzellent sind – kommen, ist es sinnvoll, zu verstehen, welche Faktoren Bluthochdruck überhaupt entstehen lassen oder dazu beitragen:

Übergewicht, Stress, Nierenerkrankung (deswegen gehört zu jedem neuen Hypertonus unbedingt eine Nierenabklärung), Hormonstörung, Erkrankung der Nebennierenrinde, Cortison-Nebenwirkung, genetische Veranlagung.

Beim Bluthochdruck liegt ein starker psychosomatischer Einfluss vor. z. B. wenn jemand innerlich dauernd unter hoher Anspannung steht und beruflich oder privat unter hohem Druck. Da ist es auch kein Wunder, wenn der Blutdruck steigt.

Bei posttraumatischen Belastungssstörungen z. B. oft bei Patienten, deren Kindheit in den 2. Weltkrieg gefallen ist und die mit oftmaligem Bombenalarm und Flucht in die Luftschutzkeller aufgewachsen sind; oder z. B. bei Vergewaltigungsopfern im Kosowo oder politischen Häftlingen/Flüchtlingen ist die Diagnose Bluthochdruck deutlich erhöht im Vergleich zum normalen Bevölkerungsdurchschnitt.

 

Blutdrucknormalwerte sind:

  • < 140/90.
  • bei Diabetes und Nierenfunktionsschwäche < 130/80
  • beim Alter über 80 Jahre < 150
  • Der angezielte Normwert richtet sich vor allem nach dem Vorhandensein von Herz-Kreislauferkrankungen

 

Ein einmalig erhöhter Blutdruck bedeutet noch gar nichts:

Weißkittel Syndrom“: bei manchen Leuten steigt der Blutdruck nur dann schon an, wenn er einen Arzt, eine Krankenschwester oder Arzthelferin sieht, oder der Patient ist gerade eben schnell von der Arbeit in die Praxis gekommen. Das hat noch keinen Krankheitswert, natürlich sollten Blutdruckkontrollen stattfinden.

 

Ester Schritt in der Therapie ist die Basistherapie, sie besteht aus Gewichtsreduktion – ein Gewichtsverlust von 5 kg reduziert den Blutdruck um 7 mm Hg – Stressmanagment und lifestyle-Veränderung, sanft dosierter Sport zum Herz-Kreislauftraining. Bitte dabei den Puls nicht maximal hochsteigerm!

Sport ist übrigens die einzige Möglichkeit, das HDl-Cholesterin zu erhöhen und damit Gefässschutz zu bewirken.

Als Sport sinnvoll sind dynamisches Ausdauertraining, Walken, Laufen und Schwimmen 3 – 4 x pro Woche 30 – 45 min (dadurch Blutdrucksenkung von 13/8 mm Hg).

Entspannungübungen und Salz arme Ernährung mit mediterraner Kost (viel Gemüse und Salat, wenig Fleisch, viel Fisch, Olivenöl, maßvoller Genuss von Kaffee, Alkohol und Süssigkeiten) unterstützen sehr.

 

ACE-Hemmer, Beta-Blocker, Calciumantagonisten und Diuretika sind nur einige der geeigneten Medikamente.

Medikamente der 1. Wahl bewirken nebst der Blutdrucksenkung eine Senkung der Erkrankungs-und Sterberate.

Eine schnelle Kombinationstherapie ist mittlerweile oft die erste Wahl.

Bei Zustand nach Herzinfarkt und bei Herzinsuffizienz (= Herzleistungsschwäche) sind Betablocker unverzichtbar.

ACE-Hemmer und Sartane zum Beispiel verzögern das Fortschreiten von Nierenerkrankungen.

Die Auswahl des Medikamentes erfolgt entsprechend des Alters und des Nebenwirkungs- und Anwendungsprofils

Betablocker und Diuretika (= wasserausscheidungsförderne Medikamente) können den Blutzucker erhöhen. Betablocker verursachen oftmals eine Potenzstörung.

Der Blutdruck hat eine zirkadiane Rhythmik: Höchstwerte sind morgens, Tiefstwerte im Schlaf. Die Absenkung im Schlaf ist wesentlich.

Wichtig ist, niedrigen Blutdruck nachts zu vermeiden, da durch Kollapsgefahr bei Senioren erhöhte Frakturgefahr besteht; außerdem wegen der Unterversorgung der Gehirngefässe bei zu niedrigem Blutdruck, die Verwirrtheit und kurzfristige Demenzsymptome verursacht.

Wichtig bei der Blutdruckeinstellung mit Medikamenten ist, ihn nicht zu schnell runterzusenken,

Nebenwirkungen der medikamentösen Blutdruckeinstellung sind: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebsarmut (bei Beta-Blockern niedriger Puls).

Das hat nichts mit guten oder schlechten Medikamenten zu tun, es ist präparateunabhängig.

Das ist wie bei einer Maschine, die lange hochtourig läuft, wenn und man sie runterfährt.

 

Affirmationen:

„Ich mache eines nach dem anderen“

„Ich gönne mir langsam-gehen“

Viele Menschen machen alles richtig, nur das Tempo stimmt nicht, es ist zu schnell.

 

Tipp:

Wenn man sich aufregt/ärgert, tief durchatmen, aus der Situation rausgehen, drüber schlafen, wer sagt, dass man sofort reagieren muss, und jede Frage beantworten muss?- natürlich ist das manchmal nötig. Aber fragen Sie sich auch mal kurz innerlich, ob Ihnen danach ist oder nicht.

In den nachfolgenden Stunden/am nachfolgendem Tag wären eine Phase zum entspannen, Natur und Sport gut.

„Ich lasse den Druck und das schnelle Tempo ganz bei den anderen. Ich lebe meine eigenen Werte.

„Ich lebe im Jetzt“, nicht dauernd vergangenen Situationen nachsinnen und vorausgrübeln.

 

Stress ist nicht vermeidbar, er hat auch gute Seiten, lässt uns Leistung bringen, uns weiter entwickeln. Es geht nur um Vermeidung von Dauerstress, der macht uns krank. Stress ist ein Modewort, es scheint schick zu sein und auszudrücken, dass man gefragt und erfolgreich ist.

Haben Sie den Mut, sich rar zu machen, das steigert eher Ihren Wert, als wenn Sie dauernd hektisch und klagend herumrennen.

Heilsam sind regelmäßige Phasen der Erholung und die Abgabe der Anspannung beim Sport.

 

Übrigens, die Leute, die kaum über Stress klagen, da sie ein gutes Stressmanagment haben, sind die eigentlichen Könner, finde ich.

Zecken, FSME und Borreliose

Die kleinen Vampire : Zecken, FSME und Borreliose

Schon kurz nach Weihnachten hieß es, dass bei dem so milden Winter die Zecken im Frühjahr undSommer explodieren werden. Mit den ersten Sonnenstrahlen im März werden die Zecken aktiv und bleiben es bis in den Herbst hinein.

Die Zecke ist ein blutsaugender Parasit, ein kleines Spinnentier, sie gehört zur Ordnung der Milben. Häufigste Art : gemeiner Holzbock. Über die Mundwerkzeuge stechen sie mit dem mit Widerhaken versehenen Stechrüssel in die Haut und beginnen dann den Saugvorgang.

Der Stich ist unangenehm, keine Frage. Aber was ist denn dabei die große Gefahr? Die mögliche Übertragung von Krankheitserregern , den FSME-Viren und von Bakterien namens Borrelien.

Lassen Sie uns mit letzterem beginnen: Der Borreliose

Jede vierte bis fünfte Zecke kann sie übertragen, bei ein bis zwei Personen kommt es zur Borreliose. Acht bis zwölf Stunden nach dem Biss sind die Bakterien im Blut. Sechs bis 48 Stunden benötigt die Zecke zur Übertragung der Borrelien.

Das bedeutet : Wichtig ist, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen. Häufig werden die Erreger erst bei der Entfernung der Zecke übertragen, wenn diese dabei gequetscht wird. Vielfach angebotene Zeckenzangen sind häufig zu groß und quetschen die Zecke. Wichtig ist es, sie mit einer Pinzette am Mundwerkzeug zu fassen, gerade herauszuziehen ohne Drehung und ohne Beträufeln mit Öl oder Klebstoff. Danach die betroffene Stelle desinfizieren. Eventuell mit einem Stift die Stelle markieren. Gehen Sie am besten zu Ihrem Hausarzt. Verbliebene Zeckenreste in der Haut sollten entfernt werden, da Entzündungsgefahr besteht. Auch das Einschicken der Zecke in ein geeignetes Labor ist durchaus sinnvoll, um festzustellen, ob die Zecke Borrelienträger ist oder nicht. Das ist eine Selbstzahlerleistung und wird nicht von den Krankenkassen übernommen.

Mittlerweile werden Zeckenschnelltests angeboten. Ist dieser positiv und tritt in den nächsten Tagen eine ringförmige Rötung an der Bissstelle auf, ist schneller Arztbesuch angesagt zwecks Antibiose. In 95 Prozent ist damit Heilung möglich.

Bei schwangeren Frauen besteht die Gefahr der Fehlgeburt und einer Schädigung des Kindes.

Das erste Stadium der Erkrankung ist die Wanderröte. Innerhalb einiger Tage bis Wochen rötet sich dabei die Haut ringförmig um die Einstichstelle. Therapie: Ausreichend lange Gabe von Antibiotika in ausreichen hoher Dosis

Tetrazykline sind mittlerweile Mittel der Wahl, zum Beispiel Doxycyclin, 400 mg bei Monotherapie für vier Wochen oral. Auch Cephalosporine und Penicillin intravenös sind geeignet.

Das zweite Stadium bricht zehn bis 14 Tage nach Übertragung aus mit grippalen Symptomen, eventuell auch Darmproblemen und Gelenkschmerzen. Sonderform: Neuroborreliose: Nerven und Gehirnhautentzündung mit Lähmungen- oft der Gesichtsnerven-, Sensibilitätsstörungen und Sehstörungen, auch Herzmuskelentzündung ist möglich. Jetzt ist mit den hochdosierten Antibiotika noch gute Behandlungsmöglichkeit gegeben.

Naturheilkundemethoden und Bioresonanztherapie erzielen mittlerweile gute Ergebnisse, bei fortgeschrittenem Stadium können diese allein eingesetzt werden, im ersten und zweiten Stadium nur in Ergänzung zum Antibiotikum und zur Erhöhung der Chance auf langfristige Heilung.

Je früher die Behandlung der Borreliose beginnt, desto besser.

Borrelien sind nur kurz im Blut, gehen dann schnell ins Bindegewebe, dorthin gelangen nur schwer die fürs Immunsystem arbeitenden Zellen, Botenstoffe und auch die Anitbiotika.

Das dritte Stadium ist die chronische Lyme-Borreliose. Dieses wird geprägt von einem rheumatischen Erscheinungsbild mit chronischen Gelenk- und Muskelentzündungen, häufig entzündlichen Schwellungen der Knie- und Sprunggelenke Dauerhafte Müdigkeit, Kraftlosigkeit, stark verringerte Leistungsfähigkeit und geschwächtes Immunsystem sind Begleiterscheinungen. Impfungen werden schlechter vertragen und schwere Infekte sind häufiger. Auch depressive Symptome können auftreten.

Zusammenfassend handelt es sich um ein komplexes MS-ähnliches Erkrankungsbild, in Schüben verlaufend.

Eine einmalige Infektion schützt übrigens nicht vor erneuter Ansteckung, da es verschiedene Borrelien-Arten gibt.

Durch Zecken können auch Viren übertragen werden, die die FSME-Viruskrankheit auslösen.

Frühsommermeningoencephalitis: Fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks.

Zehn Prozent der Infizierten erkranken, bei zehn bis 30 Prozent der Erkrankten bleiben Dauerschäden am zentralen Nervensystem wie Lähmungen zurück. Ein Prozent der Erkrankten, vor allem ältere Menschen sterben.

Es gibt keine spezifischen Medikamente, nur schmerzlindernde und infektdämpfende.

Vor der Erkrankung schützt nur die rechtzeitig durchgeführte Impfung, diese enthält inaktivierte FSME-Viren, die Impfstoffe heißen FSME-Impfung oder Encepur. Kinder können ab dem zweiten Lebensjahr geimpft werden. Die FSME-Impfung ist entsprechend der Stiko (ständige Impfkomission des Robert-Koch-Institutes) eine für Bewohner von gefährdeten Gebieten empfohlene Impfung und damit Kassenleistung. Für Urlauber ist sie eine Selbstzahlerleistung. Für Arbeiter im betroffenen Gebieten wird sie meist vom Arbeitgeber bezahlt.

Drei Impfdosen ergeben vollen Impfschutz (nach zwei Wochen bis drei Monaten erfolgt die zweite Dosis, neun bis zwölfMonate nach der ersten Impfung die dritte. Dann alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischung.

Wer sollte nicht geimpft werden: Kinder bis drei Jahren und Menschen mit Vorschädigung des Gehirns.

Wer ist unbedingt zu impfen? Senioren, gebährfähige Frauen, Kinder ab dem dritten Lebensjahr, Forstarbeiter.

Wem ist die Impfung zu empfehlen? Allen Einwohnern und Urlaubern in FSME-Risikogebieten. Jeder Erwachsene kann natürlich selbst für sich entscheiden.

Die Zecken findet man hauptsächlich im Übergang von hohem Gras zu Gebüsch, Wald oder Wiese.

Verhaltensmassnahmen zur Vermeidung von Zeckenstichen:

Hohes Gras und Unterholz meiden. Im Wald nur auf den Wegen gehen. Es wird empfohlen, im Freien immer auf einer Decke zu sitzen, lange geschlossene Kleidung und auch geschlossene Schuhe zu tragen. Weiße Kleidung ist zu bevorzugen, sinnvoll ist es, Insektenschutzmittel aufzutragen. Abends sollte man Körper und Kleidung nach Zecken absuchen, die Kleidung komplett ausziehen und im Freien ausschütteln. Hilfreich ist, das Gras im Garten kurz zu schneiden. Durch das Anbringen von Zeckenrollen im Garten kann man die Zeckenanzahl deutlich reduzieren und somit Tier und Mensch schützen. Bei den Haustieren, Katze und Hund, wird ein zeckenabwehrendes Präparat auf das Fell aufgetragen.

Zwei Dinge braucht eine Zecke: angenehme Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit. Dementsprechend gibt es die FSME-Risikogebiete.

Im „Chiemgau-Land und Leute“- Gebiet sind diese Stadt- und Landkreis Traunstein und -Rosenheim, Berchtesgadener Land, Altötting, Erding, Ebersberg, ganz Österreich.

Weitere FSME-Risiko-Gebiete in Deutschland sind: südlicher bayerischer Wald, Odenwald, Gebiete entlang der großen Flusstäler in Bayern und Baden-Würtenberg, Schwarzwald und aktuell auch einige Landkreise in Thüringen.

Die Zecken breiten sich immer weiter aus. In Höhenlagen über 1000 Meter gibt es keine FSME.

Die gute Nachricht ist, dass 90 Prozent der infizierten Zeckenstiche ohne Folge bleiben.

Während die FSME auf gewisse Gebiete Deutschlands begrenzt ist, findet man die Borreliose bundesweit. Sowohl für die Borreliose als auch die FSME gilt, je besser das Immunsystem des Betroffenen ist, desto günstiger ist das für den Erkrankungsverlauf.

Damit Ihr Urlaub ein Genuss wird!

Die mobile Reiseapotheke und Verhaltensempfehlungen auch für Fernreisen

Sie haben folgende Situation im Urlaub, im Ausland schon mal erlebt: Durch eine Verletzung oder einen Insektenstich kam es zu einer Wunde.

Zunächst harmlos, doch es entwickelt sich eine Entzündung, die Probleme macht, wie zum Beispiel Schmerzen, die das Gehen erschweren oder eine Entzündung mit Eiterbildung, die dazu führt, dass man nicht ins Wasser gehen darf, und das am Meer oder Badesee!

Wenn es eines Ihrer Kinder betrifft, ist das für die ganze Familie Nerven belastend. Und das, obwohl man nach dem Alltagsstress endlich mal entspannen wollte. Arztrecherche vor Ort, eventuell weite Anfahrt, lange Wartezeiten, fremde Sprache und nicht zuletzt die hohen Kosten, die meist selbst übernommen werden müssen. Dabei wollte man einfach mal nur faul sein und Energie auftanken.

Was können Sie tun, um solche Situationen zu vermeiden? Mit einer Reiseapotheke gewappnet sein. Natürlich ist in akuten Notfallsituationen sofortige ärztliche Hilfe ohne langes Überlegen angesagt!

Meistens handelt es sich Gott seidank eher um harmlosere Krankheitsbilder, wie zum Beispiel Wunden nach Schürfung, Schnittverletzung oder Verletzung der Fußsohle durch Stachel, Glasscherbe oder Korallenstück. Sofortiges Abspülen mit sauberem Wasser und Desinfektion mit Betaisadona Lösung (rezeptfrei) auf einer sterilen Kompresse vermeiden langwierige Wundinfektionen. Bitte keine Salben verwenden. Bei Entzündung ist Fuzidine Gaze( rezeptpflichtig) wunderbar. Bei starker Entzündung bis hin zur Wundrose ist allerdings unbedingt ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum erforderlich.

Bei Insektenstichen und allergischen Reaktionen wie zum Beispiel Sonnenallergie, diverse Nahrungsmittel-/Pollenallergien helfen Medikamente wie Cetirizin oder Loratadin (rezeptfreie Antihistaminika) als Tropfen oder Tabletten und äußerlich anzuwendend Fenistilgel (rezeptfrei) oder eine cortisonhalige Creme (rezeptpflichtig).

Im schlimmsten Fall handelt es sich um einen Bienenstich bei bekannter Allergie. Sie sollten unbedingt ein Antihistaminikum und Cortison-Tabletten wie Prednisolon (verschreibungspflichtig) dabeihaben. Am Besten, wenn von Ihrem Arzt verschrieben, auch einen Epipen-Adrenalin-Autoinjektor.

Bei Kindern können Nahrungsmittelallergien, zum Beispiel Erdnuss und Erdbeeren gefährlich werden und zu einem anaphylaktischen Schock führen. Hier helfen verschreibungspflichtige Rectodelt Zäpfchen (auch wirksam bei Fieberkrampf, Asthmaanfall, Krupp und Pseudokrupp).

Vorbeugung gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf Fernreisen: mit Weglassen von Eiswürfeln, aufgeschnittenem Obst, gewaschenem Salat, frisch gemixten Fruchtsäften und Leitungswasser. Bei Übelkeit helfen rezeptfreie Iberogast-Tropfen, Gastrosil-Tropfen (verschreibungspflichtig), Nux vomica-Globuli und bei Kindern Vomex A-Zäpfchen. Bei Durchfall helfen die rezeptfreien Mittel Perenterol Loperamid und Nux vomica-Globuli.

Bei Erkältung und Nasennebenhöhlen-Entzündung sind nebst Salbei-und Thymian-Tee Sinupret, Nasenspray, Schleimlöser wie ACC (rezeptfrei) und Homöopathika wie Silicea und Phytolacca geeignet, manchmal ist zusätzlich Ibuprofen sinnvoll (Ibuprofen 400 ist rezeptfrei, höhere Dosierungen wie 600 und 800 mg sind rezeptpflichtig).

Bei Fieber, Kopfschmerzen und anderen Schmerzen helfen Ibuprofen, Aspirin, Paracetamol und Novaminsulfon (verschreibungspflichtig) Für Kinder ist der Nurofen-Saft geeignet. Für Frauen mit häufigen Blasenentzündungen ist nebst erhöhter Trinkmenge, Blasentee und Cystinol Buscopan (rezeptfrei) zur Krampflinderung hilfreich (übrigens auch bei Gallenkoliken einsetzbar). Häufig braucht man jedoch ein Antibiotikum (immer rezeptpflichtig).

Bei Verstopfung unterstützen Trockenobst und ausreichende Trinkmenge, bei Magenübersäuerung Maaloxan-Beutel, Basenpulver und schonende Ernährung (wenig Kaffee, Alkohol, Fruchtsäfte, fett Gebratenes).

Häufig sind auch Rückenschmerzen, Hexenschuss und steifer Hals , „Rheumapflaster“, Voltarensalbe und Wärmflasche leisten hier gute Dienste. Bei Knöchel-Verstauchung, Schmerzen im Knie nach Bergtour, Tennisarm, Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk und Gicht helfen Schonung, kalter Quark, Eisauflage (coldpack), Voltaren- Salbe und stützende Bandagen. Manchmal sind eines der o.g. Schmerzmittel und – wenn vom Arzt verschrieben – Diclofenac-Tabletten angesagt.

Wenn Schwindel bei niedrigem Blutdruck bekannt ist, achten Sie auf genug Trinkmenge, gönnen Sie sich öfters mal einen Espresso und nehmen rezeptfreie Effortil Tropfen mit.

Abzesse und Furunkel können vermieden werden, wenn Pickel und Insektenstiche mit sauberen Händen behandelt, und desinfiziert werden. Bitte vermeiden Sie Kratzen (wegen bakterieller Superinfektion) und zu kurzes Schneiden der Nägel (wegen Gefahr einer Nagelbettentzündung).

Nach viel Unter-Wasser-Aufenthalt sind Ohrenentzündungen häufig; beugen Sie vor mit Süßwasser-Ausspülung der Ohren nach jedem Aufenthalt im Wasser, bei Ohrenbeschwerden helfen Ohrentropfen wie Otalgan( rezeptfrei) und zuletzt antibiotische Therapie. Bei Mittelohrentzündungen helfen auch Zwiebelsäckchen aufs Ohr. Bei Einwirkung von viel Sonne, Salzwasser, Sand und Wind sind Bindehautentzündung und Gerstenkorn häufig. Therapie zuerst mit Bepanthen Augensalbe plus kalte Kamillenteebeutel auf das geschlossene Auge, zuletzt mit rezepftpflichtigen Gentamycin-Augentropfen. Bei Neigung zu Herpesblasen nehmen Sie am besten Azivlovir Creme (rezeptfrei) mit.

Dermatosen sind meist harmlos, sinnvoll sind antimykotische Salben wie Mycoderm, eventuell eine verschreibungspflichtige antibiotische Salbe wie Nebacetin. Diese ist auch bei Nagelbettentzündung und Abszessen geeignet. Bei bekannter Sonnenallergie beugen Sie vor mit Meidung zu langer Sonnenbestrahlung ohne Schatten und Verzicht auf Sonnenschutzöle (besser Sonnencreme,-lotion). Fragen Sie Ihren Arzt nach einer cortisonhaltigen Emulsion wie zum Beispiel Alfason-Crelo.

Bei Erkrankungen wie Blasen-entzündung, Wundrose, Nagelbettentzündung, Abzessbildung, Lungenentzündung u.a. kann ein Antibiotikum unerlässlich sein. Klären Sie doch mit Ihrem Hausarzt/ Internisten, ob Sie ein Privatrezept für ein Breitband- Antibiotikum für den Bedarfsfall erhalten können (Selbstzahlerleistung). Auch bezüglich anderer rezeptpflichtiger Medikamente ist Ihr Arzt der erste Ansprechpartner. Insgesamt gesehen sollten Sie auf jeden Fall die rezeptfreien Medikamente haben!

Wenn chronische Erkrankungen, wie Asthma, Bluthochdruck, Herzgefässverengung u.a. vorliegen, nehmen Sie bitte eine ausreichend Portion Ihrer Dauermedikation, und Ihre Notfallmedikamente, eventuell Blutzucker-und Blutdruckapparat auch ins Flugzeug mit.

Sinnvoll fürs Ausland ist die Mitnahme eines Attestes über die Notwendigkeit regelmässiger Medikation und von Nadeln wie beim Diabetes. Bei Krampfadern und Zustand nach Thrombose oder Embolien ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen wesentlich.

Als kleines zusätzliches Tüpfelchen auf dem „i“ rate ich Ihnen noch: Magnesium-Tabletten für Muskekrämpfe, Calcium-Brause-Tabletten zur Unterstützung der Allergie-Therapie, Sedaristontropfen, Bachblüten, Rescue-Tropfen für Flugangst und nervliche Krisen. Zuletzt: Wärmflasche und coldpack (bei Insektenstichen, Gelenkschwellungen, Kopfschmerz).

So ausgerüstet kann Ihr Urlaub nur gut gehen – ich wünsche Ihnen erholsame Ferien mit vielen schönen Momenten.

Ihre Dr. Cornelia Engel

Kindergesundheit

Kinder sind unsere Zukunft
Mehr Erlebnis Natur und Tiere, Kreativität und Sport,
weniger Computer, Fernsehen und Handy.

ADHS, Konzentrationsprobleme und Lernstörungen werden immer häufiger.
Eine steigende Anzahl von Kindern benötigt Ritalin. In Studien zeigte sich im Kernspint des Kopfes von Kindern eine erstaunliche Entdeckung- Überaktivierung gewisser Hirnareale ( dem Daumen und Zeigefinger zugeordnet). Die Erklärung liegt im Dauereinsatz des Handys, hier sind besonders die o.g. Finger gefordert. Erschreckend finde ich auch die Zunahme der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes aufgrund von Übergewicht.
Viele Mütter sind alleinerziehend, oft müssen beide Eltern arbeiten. Die Grossfamilie von früher ist vor allem in der Grossstadt ausgestorben, die Grosseltern u.a. Verwandte
können kaum zur Kinderbetreuung einspringen.
In den Ferienzeiten ist für berufstätige Eltern die Antwort auf die Frage, „ wo ist mein Kind in den Ferien gut aufgehoben? “ äusserst schwer, in der Stadt mit zahlreichen Ferienangeboten ist dies einfacher als in abgelegenen Landbezirken. Wenn die Eltern abends müde nach Hause kommen ist kaum mehr Zeit und Muse für Bewegung, Sport und Spiel in der Natur. Es wäre so wichtig, sich im Freien auszutoben und damit Stress, Kummer und Ärger abreagieren zu können. Natur gibt uns in dieser hektischen, mediengesteuerten und oft angsterregenden Welt mit Naturkatastrophen, zahlreichen Kriegen, Terrorgefahr und den Flüchtlingsströmen etwas ganz Wichtiges und Unentbehrliches- nämlich Erdung und damit Stabilität. Auch die Konzentrationsfähigkeit und gesunder Schlaf werden nachweislich positiv gefördert. Die knochenstärkende Wirkung durch den Einfluss des Sonnenlichtes auf das Vitamin D ist bewiesen.
Gruppenerlebnisse mit anderen Kindern lassen unsere Kinder wachsen, regelmässige Tierkontakte stärken ihr Selbstbewusstsein und fördern ihre Körperwahrnehmung.
Sie haben vielleicht schon von Reittherapie, Therapie mit Eseln und Delphintherapie bei
besonderen (behinderten) Kindern gehört oder gelesen, z.B.
Die erfahrene Reittherapeutin und Reitlehrerin Stephanie Greiß in Rottau erzählt, dass die Begegnung mit den Pferden ein tiefes Gefühl von Geborgenheit und Wärme bewirkt, dass bereits eine kleine Runde zwischen bunten Tonnen mit dem Shetty an der Hand ein Zwergerl stark macht und ihm Sicherheits- und Selbstwertgefühle vermittelt; sie hat häufig erlebt, dass innige Mensch-Pferd-Kontakte tief „unter die Haut“ gehen und Blockaden lösen.

Ein Erlebnis der besonderen Art sind nebst geführten Pony-Ausritten Pferdeflüstern, Schatzsuche, Rittertunier, Manege frei und vieles mehr. Reit-Vorerfahrung ist nicht erforderlich, für Reit-Erfahrene gibt es verschiedene Programme. Mit der individuellen Förderung von Kindern und Erwachsenen lebt Frau Greiß ihre Berufung. Ihre langjährige Erfahrung und die von ihr speziell ausgebildeten Pferde versprechen eine wunderbare Zeit.

Ganz besonders und wirkliche Sternstunden sind Situationen, in denen die Erfüllung von Herzenswünschen möglich wird:
– So hat ein Kind mit Angsterkrankung nach einer Traumreise in der Therapiestunde auf dem Pferd die Arme ausgebreitet mit den Worten: „ Jetzt kann ich fliegen, jetzt bin ich frei.“
– Für einen körperlich schwer behinderten Jungen ersetzen die Beine des Pferdes seine eigenen und es wurde ihm möglich, ein Stück des Jakobsweges zu „ gehen“, wovon er schon immer geträumt hatte.
– Wunderschön ist das Leuchten in den Augen eines Kindes beim ersten langersehnten Ausritt – im Gallopp mit seinem Lieblings Pony an Wiesenrändern entlang, auf Waldwegen, den Berg hinauf zu der alten Linde und weiter den Bach entlang. Das erste Mal im Wasser stehend, rundherum das glitzernde Wasser, lässt Kinder und auch Erwachsene der Natur lauschen und einen kurzen Moment verweilen, träumen und genießen.

viel Freude mit ihren gesunden Kindern wünscht Ihnen
Dr. med Cornelia Engel